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Ist virtueller Arbeitsspeicher noch notwendig/sinnvoll ??
#1
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Keine Ahnung ob das Thema jetzt eher hier oder bei der Software hinein gehört (verschiebt es, wenn nötig Zunge raus).

Und noch etwas vorab: Meine Anliegen betrifft hauptsächlich WindowsXP (32Bit), weil es das BS ist, welches ich nutze. Natürlich sind auch Erfahrungen mit anderen Windows-System interessant. Zum Beispiel hat der Vorgänger (Win2000) ja einige "Entwicklungshilfe geleistet" und damit auch Kompatibilitäts-Reste in WinXP hinterlassen. Aber wie das bei Linux oder Servern gelöst wird, spielt für mich erst mal eine geringere Rolle.

So, nun zur Historie und meinem Anliegen:
Mir ist jetzt schon bei einigen (moderneren/aktuellen) Spielen aufgefallen, dass sie mit zunehmender Spieldauer langsamer werden bzw. ruckeln. Manchmal kommt dieser Effekt erst nach einigen Stunden, manchmal aber auch schneller (je nach Spiel). Wenn ich in solch einem Moment abspeicher und den PC neu starte, läuft alles wieder wie geschmiert.
Zunächst hielt ich das für ein Spielproblem mit dem Ressourcen-Management, aber wie gesagt ist es nun schon bei mehreren verschiedenen Spielen aufgetreten. Also liegt die Vermutung nahe, dass es wohl am System selbst liegen muß.

Neben dem Thema "Überhitzung" und "Defragmentierung" kam mir dann auch der virtuelle Arbeitsspeicher in den Sinn. Also hab ich mich durch unzählige Beiträge in der Microsoft-KB gelesen und mir dann Folgendes überlegt:
Nach der Installation von WinXP ist der virtuelle Speicher ja standardmäßig aktiviert (auf welchem Wert, ist erst mal nicht so wichtig). Dieser Speicher dient dem verbauten (physischen) Arbeitspeicher quasi als "Vergößerung" unter Zuhilfenahme von Festplattenspeicher. Das System selbst macht dann bei der Nutzung keinen Unterschied zwischen diesen beiden. Und wenn dann ein Spiel den physischen RAM vollgeschrieben hat, macht es einfach im virtuellen RAM weiter. Aber der physische RAM ist natürlich bedeutend schneller als die Festplatte und deshalb kommt es zu den Rucklern.
Wenn ich den virtuellen Speicher nun deaktiviere, zwinge ich das System dazu die älteren Daten im physischen RAM zu überschreiben, anstatt einfach im virtuellen RAM auf der Festplatte weiter zu schreiben. Da ich mit 2GB eigentlich ganz gut ausgerüstet bin, sollte das theoretisch nicht zur Auslastung führen (und wenn ein Spiel mehr braucht, wird es wohl schon vorher die Grenzen meiner CPU-Leistung sprengen Big Grin). Eventuell werden dadurch einige Ladezeiten etwas länger, wenn ich z.B. in bereits erforschte Spielbereiche zurückkehre (oder so etwas in der Art), aber das ist ja nicht so tragisch.

Meine ersten Praxis-Tests scheinen diese Theroie zu bestätigen, aber ich bin mir trotzdem noch nicht ganz sicher. Deshalb jetzt zu meinen Fragen:
Hab ich bei meinen Theorien vielleicht irgendetwas übersehen? Gibt es vielleicht doch einen zwingenden Grund, um den virtuellen Speicher aktiviert zu lassen (vielleicht auf niedrigem Wert, oder so)?
Welche Erfahrungen habt ihr damit - vor allem jene unter euch, die wirklich viel Arbeitsspeicher verbaut haben?
Und wie der Thread-Titel schon sagt: Ist virtueller Speicher heutzutage überhaupt noch notwendig/sinnvoll, wenn man über ausreichend physischen Arbeitsspeicher verfügt?


Wie ihr seht, bietet das Thema reichlich Diskussions-Stoff Wink.
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#2
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Also ich hab 2GiB echten Arbeitsspeicher und knapp 4GiB virtuellen. Das mit dem Langsamerwerden bei längeren Spielesitzungen hab ich noch nicht gemerkt. Welche Spiele sind das denn bei Dir, da könnte ich eventuell mal Testen.

Möglicherweise kommen bei Dir ja andere Sachen in Betracht -- irgend eine andere Einstellung.

Ich habe es früher auch mal ohne virtuellen Arbeitsspeicher versucht, aber mache Programme starten nicht ohne, deshalb hab ich ihn dann doch wieder aktiviert.
Zitat:Original von H_D_BS
Lies mal den letzten Post von dx1 Wink
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#3
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Deine Theorie hinkt.
Sagen wir mal dein Speicher wird voll. Was nicht unrealistisch ist. Wenn ich WoW spiele und dabei Firefox, Foobar2000 und Miranda offen habe, inklusive aller anderen Hintergrund Programme komme ich so auf ~1,5GB Auslastung im RAM. Andere Fälle lassen sich natürlich finden.
Wenn nun dein Speicher überläuft, weiß das Betriebssystem nicht wohin es seinen Speicher schreiben soll und es würde abstürzen. Wenn es einfach Speicher überschreiben würde, würden Programme die noch laufen und denen Speicher zugewiesen wurde, wahrscheinlich abstürzen oder fehlerhaft funktionieren.
Der virtuelle Speicher dient genau dazu, dann den Speicher von inaktiven Programm auf die Festplatte zu schreiben, damit der physikalische Speicher wieder an laufende Programm vergeben werden kann.
Könnte das jetzt weiter ausführen, aber ich glaub du weiß worauf ich hinaus will. Der virtuelle Speicher dient in erster Linie der Stabilität des Systems.
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#4
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Man kann den virtuellen Speicher in Windows sowieso nicht komplett austellen. Wenn man es deaktiviert wird halt im Ram ausgelagert, das ist natürlich schneller . Big Grin

Ab 2 GB kann man schonmal in Windows deaktivieren und testen ob es für die eigenen Zwecke reicht (bzw. stabil bleibt), bei 4GB im Rechner SOLLTE man den VS auf jeden Fall abschalten . Wer will dann da noch auf der Festplatte rumrödeln.
Awards für außergewöhnlich gute oder lustige Threads/Posts:

1. Gadler = für sein wasserdichtes "Wie suche ich richtig" Tutorial.
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#5
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Zitat:Original von dx1
Also ich hab 2GiB echten Arbeitsspeicher und knapp 4GiB virtuellen. Das mit dem Langsamerwerden bei längeren Spielesitzungen hab ich noch nicht gemerkt. Welche Spiele sind das denn bei Dir, da könnte ich eventuell mal Testen.

Möglicherweise kommen bei Dir ja andere Sachen in Betracht -- irgend eine andere Einstellung.

Ich habe es früher auch mal ohne virtuellen Arbeitsspeicher versucht, aber mache Programme starten nicht ohne, deshalb hab ich ihn dann doch wieder aktiviert.
Also mir ist das z.B. beim neuen Civ4 und dem Colonize-AddOn aufgefallen (nach geschlagenen 5 Stunden Wink, sowie bei Prince Of Persia '08 und auch bei BioShock (nach 5 oder 6 neuen Abschnitten) - halt hauptsächlich neues Zeug.
So viel virtueller Speicher würden bei meinen 2GB physischen Speicher eigentlich gar keinen Sinn machen, da mein 32Bit-Window ja sowieso nur max. 4GB adressieren kann. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es dann irgendwo die Adressen tauscht und umher schaltet Confused (klärt mich auf, falls das doch anders funktioniert, als wie ich es mir denke).
Welche Programme starten denn z.B. nicht ohne virtuellen Speicher ?? Das wäre ja so ein Punkt, der mich noch leicht verunsichert.

Zitat:Original von XqWyZ
Deine Theorie hinkt.
Sagen wir mal dein Speicher wird voll. Was nicht unrealistisch ist. Wenn ich WoW spiele und dabei Firefox, Foobar2000 und Miranda offen habe, inklusive aller anderen Hintergrund Programme komme ich so auf ~1,5GB Auslastung im RAM. Andere Fälle lassen sich natürlich finden.
Wenn nun dein Speicher überläuft, weiß das Betriebssystem nicht wohin es seinen Speicher schreiben soll und es würde abstürzen. Wenn es einfach Speicher überschreiben würde, würden Programme die noch laufen und denen Speicher zugewiesen wurde, wahrscheinlich abstürzen oder fehlerhaft funktionieren.
Der virtuelle Speicher dient genau dazu, dann den Speicher von inaktiven Programm auf die Festplatte zu schreiben, damit der physikalische Speicher wieder an laufende Programm vergeben werden kann.
Könnte das jetzt weiter ausführen, aber ich glaub du weiß worauf ich hinaus will. Der virtuelle Speicher dient in erster Linie der Stabilität des Systems.
Also wenn man zu wenig Arbeitsspeicher hat, was bei deiner Auslastung wohl der Fall ist, sollte man wohl schlicht weg mehr einbauen, oder !?
Der Auslagerungsprozess und der virtuelle Speicher sind in WinXP eigentlich zwei verschiedene Sachen - zumindest hab ich es so aus der Microsoft-KB heraus gelesen. Darum kann man die Auslagerung auch nicht abschalten (wie Retro-Nerd auch sagt), sondern eben nur die Nutzung der Pagefile auf der Festplatte (was ich als den eigentlichen virtuelle Speicher verstehen würde). Da ich keine großartigen Hintergrund-Programme (nur das Zeuch von Windows selbst) laufen habe, sollte das aber nicht allzu viel aus machen, oder !?
Wie jetzt die genaue Dynamik von Windows funktioniert konnte ich bisher leider noch nirgends lesen. Auf jeden Fall scheint es den virtuellen Speicher auch schon nutzen zu wollen, wenn doch eigentlich noch genug physischer Speicher vorhanden ist. Dieser Speicherüberlauf könnte natürlich tatsächlich stattfinden (Memory Leak). Vielleicht ist das genau mein Problem, weil die Spiele den Speicher immer weiter füllen, anstatt überflüssige Bereich wieder zu leeren bzw. zu überschreiben Confused. Dann würde der Teil mit dem "überschreiben erzwingen" natürlich falsch sein und mir bliebe eigentlich auch nur die Aufrüstung (quasi soviel, bis das komplette Spiel in den Speicher passt), oder !?

Edit: Ich hab mir gerade diese Speicherüberlauf-Sache noch ein wenig weiter überlegt: Wenn das wirklich so ist, müßten die Spiele ja zwangsläufig so oder so irgendwann abstürzen (wenn auch der virtuelle Speicher voll ist). Aber durch den vorgegaukelten, größeren Arbeitsspeicher schreiben sie einfach munter weiter. Wenn ich den dann natürlich ausschalte, geb ich ihnen gar nicht die Möglichkeit auf die Festplatte zu schreiben und das bringt mich wieder zu meiner obigen Theorie.

An dieser Stelle frage ich mich gerade, ob ein System wegen zu wenig Arbeitsspeicher gleich instabil wird oder abstürtzt ?? Das sollte doch eigentlich nicht passieren dürfen (muß doch einen Schutzmechanismus geben, oder sowas). Oder wird es einfach nur langsamer, weil die Daten nicht mehr zwischengespeichert werden können, sondern in Echtzeit berechnet werden müssen !?
Confused Confused
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#6
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die XBox 360 produziert einen Speicherüberlauf wenn man mehr als 956 MSN kontake importieren will

Big Grin
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#7
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Zitat:Original von Heinrich Reich
Edit: Ich hab mir gerade diese Speicherüberlauf-Sache noch ein wenig weiter überlegt: Wenn das wirklich so ist, müßten die Spiele ja zwangsläufig so oder so irgendwann abstürzen (wenn auch der virtuelle Speicher voll ist). Aber durch den vorgegaukelten, größeren Arbeitsspeicher schreiben sie einfach munter weiter. Wenn ich den dann natürlich ausschalte, geb ich ihnen gar nicht die Möglichkeit auf die Festplatte zu schreiben und das bringt mich wieder zu meiner obigen Theorie.
Das ist definitiv nicht so. Programme und Spiele achten schon darauf den Speicher den sie nicht mehr benötigen auch wieder freizugeben, bzw selbst neu zu nutzen, denn Speicher ist kostbar. Dafür gibts in der Programmierung auch genug Modelle.

Zitat:Original von Heinrich Reich
An dieser Stelle frage ich mich gerade, ob ein System wegen zu wenig Arbeitsspeicher gleich instabil wird oder abstürtzt ?? Das sollte doch eigentlich nicht passieren dürfen (muß doch einen Schutzmechanismus geben, oder sowas). Oder wird es einfach nur langsamer, weil die Daten nicht mehr zwischengespeichert werden können, sondern in Echtzeit berechnet werden müssen !?
Wie ich schrieb. Es würde dazu kommen. Natürlich ist das bei modernen System nicht mehr der Fall. Aber man kann einen ähnlichen Fall ziemlich leicht erzeugen (schon selbst gemacht). Benutze mal Windows XP mit 256MB Ram und 256MB Virtuellen Speicher. Irgendwann bekommst du dann so tolle Meldung wie diese hier und du kannst keine Programme mehr starten und Windows sollte ziemlich langsam sein.
[Bild: dem-nicht-genuegend-viruteller-speicher.png]
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#8
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Das Thema interessiert mich momentan auch sehr (kommt mir somit gelegen), deswegen habe ich schon seit langem überlegt auf Vista64 umzusteigen, bei 8 GB im System. Bisher ist XP32 bei mir auf dem Rechner, da hat das kaum einen Sinn, das war damals bei einem Schnäppchenangebot der doch recht günstigen Arbeitsspeicherpreise.

Alles in allem war mir das Grundprinzip, wie schon einige hier richtig geschildert haben, klar, allerdings, dass es dann "abstürzen" würde - wegen Speicherüberlauf - eher nicht.
Dann, so finde ich, kommt es auf das Managment an, ob es mit solchen "Problemen" umgehen kann, also das Programm bzw. Spiel. Weil bevor so etwas passiert, wird wirklich der Speicher freigeschaufelt, und wenn er "knacke voll" ist, dann kann das auch schon mal eine Weile dauern. (Von den Programmen halte ich zwar nicht viel, aber ich denke, die Vorgehensweise wird ähnlich der Ram-Defragmentierer oder ähnlichem sein, die Segmente einfach "zusammenschieben" und neue werden somit frei.) Aber das es ständig Überlaufe gibt, weil der Speicher voll ist, hab ich so noch nicht miterlebt, selbst in Zeiten als ich da nur einige Megabyte im PC hatte. Big Grin

Zitat:Original von Heinrich Reich
Welche Programme starten denn z.B. nicht ohne virtuellen Speicher ?? Das wäre ja so ein Punkt, der mich noch leicht verunsichert.
Gibt sicher noch mehr, aber z.b. Office-Programme benötigen virtuellen Arbeitsspeicher. "Es steht nicht genügend Arbeitsspeicher zum Starten von EXCEL.EXE zur Verfügung. Schließen Sie einige Dateien oder Programme und versuchen Sie es erneut."-blablabla. Wink

Ich bin weiterhin gespannt, und verfolge euer Thema mal weiter. Smile
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#9
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Zitat:Original von XqWyZ
Wie ich schrieb. Es würde dazu kommen. Natürlich ist das bei modernen System nicht mehr der Fall. Aber man kann einen ähnlichen Fall ziemlich leicht erzeugen (schon selbst gemacht). Benutze mal Windows XP mit 256MB Ram und 256MB Virtuellen Speicher. Irgendwann bekommst du dann so tolle Meldung wie diese hier und du kannst keine Programme mehr starten und Windows sollte ziemlich langsam sein.
Hmm ... das klingt für mich auch eher so, als hat man "einfach zu wenig Arbeitsspeicher". Und da Windows ja nicht sooo dumm ist und schnell registriert, dass da nicht mehr physischer RAM zur Verfügung steht sagt es sich: "Hey, ich hab doch die tolle Funktion mit der Erweiterung auf die Festplatte. Mecker ich den Benutzer doch gleich mal an, dass er mir mehr gibt."
Diese Fehlermeldung könnte mir dann natürlich auch irgendwann mal erscheinen, wenn ich den virtuellen RAM bei meinen 2GB ausschalte und gleichzeitig 20Trilliarden Programme starte (Windows wird wohl merken, dass es bis zu 4GB-Grenze noch Platz hat). Vielleicht bleibt sie mit dem Abschalten des virtuellen RAMs aber auch aus (weil Windows gar nicht mehr merkt, dass es noch mehr bekommen könnte). Was passiert denn, wenn du bei diesem 256MB-System den virtuellen Speicher ausschaltest ??

Wenn es den Speicherüberlauf nicht gibt (also ausser bei extrem schlampiger Programmierung), dann ist es ja doch so wie ich mir das zurecht gedacht habe: Ich gaukel Windows nicht vor, dass ich mehr RAM habe und dadurch muss es mit dem physischen Arbeitsspeicher klar kommen. Und das erspart dem System dann die Zugriffe auf die Festplatte (zumindest wenn es um den dort abgelegten Arbeitsspeicher geht). Oder ?? (jetzt bin ich irgendwie wieder am Anfang gelandet Confused)

Zitat:Original von Gary
[...]
Gibt sicher noch mehr, aber z.b. Office-Programme benötigen virtuellen Arbeitsspeicher. "Es steht nicht genügend Arbeitsspeicher zum Starten von EXCEL.EXE zur Verfügung. Schließen Sie einige Dateien oder Programme und versuchen Sie es erneut."-blablabla. Wink

Ich bin weiterhin gespannt, und verfolge euer Thema mal weiter. Smile
Also bei mir läuft Office ohne Probleme ohne den virtuellen Speicher. Und das klingt eben auch irgendwie nach dem "wenig Arbeitsspeicher"-Problem, welches man durch Aufrüsten genauso gut beheben kann.

Da du über 8GB RAM verfügst, hast du doch schon theoretisch alle möglichen Speicheradressen belegt, die 32Bit-Windows verarbeiten kann. Wieviel virtuellen Speicher richtet Windows denn dann ein, wenn du die Automatik einschaltest (also "Größe wird vom System verwaltet") ?? Eigentlich müßte die Pagefile doch dann gegen Null tendieren oder zumindest die aktuelle Speicherbelegung der Datei. Vielleicht reserviert Windows auch Speicher unter Spiegeladressen bzw. ignoriert einen Teil des physischen Speichers Confused. Wie gesagt, habe ich keine Ahnung wie die interne Speichermanager-Dynamik läuft, aber durch solche kleinen Tests könnte man das mal grob abschätzen Smile.
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#10
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Zitat:Original von Heinrich Reich
Da du über 8GB RAM verfügst, hast du doch schon theoretisch alle möglichen Speicheradressen belegt, die 32Bit-Windows verarbeiten kann. Wieviel virtuellen Speicher richtet Windows denn dann ein, wenn du die Automatik einschaltest (also "Größe wird vom System verwaltet") ?? Eigentlich müßte die Pagefile doch dann gegen Null tendieren oder zumindest die aktuelle Speicherbelegung der Datei. Vielleicht reserviert Windows auch Speicher unter Spiegeladressen bzw. ignoriert einen Teil des physischen Speichers Confused. Wie gesagt, habe ich keine Ahnung wie die interne Speichermanager-Dynamik läuft, aber durch solche kleinen Tests könnte man das mal grob abschätzen Smile.
Gutes Phänomen, ich habe es bei mir nämlich generell deaktiviert, weil es mir doch ziemlich sinnlos erschien, bei physischen 8GB da noch virtuellen zuzuteilen zu müssen. Aber wenn man es automatisch machen lässt, möchte er dennoch 5373MB haben. Big Grin

Also ich merke auch, wie du, spürbar, wenn man es (noch) bei WindowsXP-32bit anschaltet, dass da Spiele mit der Zeit eine Verzögerung erhalten - Risen, Call of Duty - World at War, Sims 3, usw., quasi die aktuelleren Titel... Wink
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#11
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Über 5000 MB Geschockt !! Was macht das System damit Confused ?? Selbst wenn es Spiegel-Adressen verwenden würde oder einen Teil ignoriert und mit virtuellem Speicher ersetzt, wäre damit die 4GB-Grenze weit überschritten. Ob die WinXP-Automatik vielleicht gar nicht mitbekommt, dass es den Speicher nicht braucht und einfach generell einen bestimmten Wert reserviert Confused ??
Bei mir richtet es knapp 2GB ein und ich dachte, damit füllt es quasi den Rest zu den 4GB auf. Aber deine 5GB machen mich jetzt total stutzig ?!? Obwohl das mit der Microsoft-Empfehlung vom 1,5fachen RAM hinkommen könnte (ja ich weiß: 5 ist nicht 1,5 x 4, aber standardmäßig hat Windows sowieso ca. 700MB separat reserviert, weshalb es nur noch 1,5 x 3,3 wären und das kommt ungefähr hin Zunge raus). Hmm ... Moment: Ist das der Wert, der bei "Empfohlen" steht oder jener bei "Zurzeit zugeteilt" ??
"Empfohlen" wird bei mir nämlich auch mehr (eben das 1,5fache = ca. 3GB). Aber zuteilen tut Windows nur die 2GB.


Edit: Oh, deinen letzten Satz hab ich glatt überlesen. Wenn es bei dir auch so ist könnte dies ein Zeichen sein, dass die Verwaltung des virtuellen Speichers nicht immer optimal läuft (und wahrscheinlich wesentlich früher einsetzt, als nötig). Damit wäre dann natürlich auf jeden Fall eine Deaktivierung bei ausreichendem physischen RAM vorzuziehen (also auch bei mir Smile).


Edit2: So, mittlerweile habe ich einige Langzeit-Tests durchgeführt und konnte keine Probleme oder Fehler feststellen. Auch die Meldung mit dem mangelnden Speicher blieb mir erspart, obwohl ich das Ding wirklich randvoll mit Programmen beladen habe. Meine obige Theorie konnte ich zumindest dahin gehend bestätigen, dass die Spiele nicht mehr langsamer werden. Der nutzlose Zugriff auf die Festplatte macht demnach doch ganz schön was aus Sad.
Mit Programmen, die den Dienst verweigern hab ich (glücklicher Weise) keine Erfahrungen machen können - falls da irgendjemand mal ein Beispiel hat, schau ich mir das aber gerne an Zunge raus.
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#12
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Ich hab 8GB Ram mit Win7, "empfohlen" werden 12283MB... Rolleyes

Hab normalerweise den virtuellen RAM komplett aus, jetz musst ich ihn tatsächlich einschalten, ohne startet The Force Unleashed nämlich net Rotes Gesicht
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#13
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Hmm ... da würde mich doch wirklich mal interessieren, wozu das Spiel bei 8GB RAM noch virtuellen Speicher verlangt Confused ?! Die 12 GB kommen ja in etwa mit der (scheinbar längst überholten) 1,5fach-Regel hin. Aber ich habe ja schon bemerkt, dass Windows diese Größe selbst nie benutzt (nicht mal reserviert).

Was hast du jetzt eingestellt ?? Reicht es schon, den virtuellen Speicher auf niedrigem Wert einzuschalten, damit das Spiel zufrieden ist (ein paar MB damit das System denkt, es könnte loslegen - aber letztlich doch nicht großartig viel auf die Platte speichert) ?? Und was passiert, wenn du die "Größe wird vom System verwaltet"-Einstellung benutzt bzw. was steht dann bei "Zurzeit zugeteilt" ??
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#14
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hatte pauschal mal 1024mb fest vergeben. hab jetz testweis auf "vom system verwaltet" gestellt und jetz sin 8gb zugeteilt, bei empohlen steht immer noch 12gb.

test jetz mal gleich obs mit der minimal zugelassenen größe von 16mb auch geht Big Grin

edit: ja, geht. unglaublich, dasses heutzutage tatsächlich noch software gibt, die auf das simple vorhandensein einer auslagerungsdatei besteht
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#15
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Ich fahre schon seid einigen Jahren sehr gut mit deaktiviertem virtuellen Speicher. Hatte mit 1GB RAM unter XP 32 damit angefangen und bin nun bei Vista 64 (bald Win 7) und 6GB RAM auch gut damit bedient.

Allerdings sollte klar sein das der Vorteil vorallem dann zum tragen kommt, wenn auf gleiche Daten nicht oft zugegriffen wird. Mit deaktiviertem virtuellen Speicher cacht Windows nicht mehr so stark um Speicher zu sparen, was dazu führt das oft benötigte Sachen oft nachgeladen werden müssen.

Das Caching ist überhaupt eine interessante und auch sehr komplexe Sache. Es ist nicht so das Speicher sofort freigegeben wird, wenn die Daten nicht mehr benötigt werden. Aus dem einfachen Grund falls sie in Kürze wieder benötigt werden, müssen sie nicht wieder von der HD geladen werden, sondern liegen immernoch im Speicher. Das hat auch nichts mit dem Memory Managment bei Spielen zutun, das macht Windows automatisch und selbstständig und ist auch der Grund warum es (teilweise) zu unrecht als Speicherfresser gilt. Der Speicher wird freigegeben, wenn das System feststellt das die Daten nicht mehr benötigt werden, oder nur selten. Es führt Liste wie oft auf welche Daten zugegriffen wird. Das ganze wird natürlich auch dadurch beeinflusst wieviel Speicher Anwendungen anfordern, etc.

Deshalb kann es vorkommen das bei deaktiviertem virtuellen Speicher die Speicherauslastung geringer ausfällt allerdings das System öfter nachladen muss und in bestimmten Situationen zum Stocken kommt. Aber gerade für Spiele macht es Sinn den virtuellen Speicher zu deaktivieren.
Wir entwickeln Spiele, schaut mal vorbei: CatBit Software
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#16
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Zitat:Original von Cyphox
hatte pauschal mal 1024mb fest vergeben. hab jetz testweis auf "vom system verwaltet" gestellt und jetz sin 8gb zugeteilt, bei empohlen steht immer noch 12gb.

test jetz mal gleich obs mit der minimal zugelassenen größe von 16mb auch geht Big Grin

edit: ja, geht. unglaublich, dasses heutzutage tatsächlich noch software gibt, die auf das simple vorhandensein einer auslagerungsdatei besteht
Ich könnte mir vorstellen, dass Windows erst mal generell soviel Speicher auf der Festplatte reserviert, wie man physischen RAM hat (egal ob es Sinn macht oder nicht). Deine Werte decken sich nämlich dahin gehend mit meinen Beobachtungen (also ca. das 1,5fache als "empfohlen" und das 1fache bei "vom System verwaltet"). An der Stelle steckt wahrscheinlich noch nicht viel Dynamik dahinter, sondern es wird wohl einfach pauschal festgelegt (was m.E. bei der Menge an Speicher komplette Verschwendung ist).

Die Sache mit den 16MB ist somit eine gute Lösung für Probleme mit Programmen, die auf den virtuellen Speicher bestehen (falls man darauf verzichten möchte Wink). Wenn da selbst nach längerer Zeit keine Probleme auftauchen, ist das für mich auch eine Art Beweis für meine obige Theorie (also, dass man die Auslagerungsdatei eigentlich nicht braucht, weil sie hauptsächlich nur den physischen RAM erweitert).

Zitat:Original von Thorium
[...]
Das hat auch nichts mit dem Memory Managment bei Spielen zutun, das macht Windows automatisch und selbstständig und ist auch der Grund warum es (teilweise) zu unrecht als Speicherfresser gilt. Der Speicher wird freigegeben, wenn das System feststellt das die Daten nicht mehr benötigt werden, oder nur selten. Es führt Liste wie oft auf welche Daten zugegriffen wird. Das ganze wird natürlich auch dadurch beeinflusst wieviel Speicher Anwendungen anfordern, etc.
[...]
Das würde sich mit meiner obigen Theorie decken, dass Spiele einfach keinen Speicher freigeben (weil ja noch in Benutzung) und im virtuellen Speicher auf der HDD weiterschreiben. Ich hab dazu in der Microsoft-KB aber keine genauen Infos gefunden bzw. gar Einstellungen, mit denen man das Verhalten beeinflussen kann (vielleicht gibt es auch keine Sad).
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Big Grin Big Grin
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#17
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Nach über zwölf Jahren schreibe ich auch noch mal gern meine Erfahrungen zu diesem Thema auf: Das Problem am kompletten Deaktivieren des virtuellen Speichers ist eben, daß manche Programme dann nicht mehr funktionieren - auch wenn man mehrere Terabytes an RAM hat. Als ich vor Jahren 16 GByte RAM in meinen XP-Rechner installiert hatte, dachte ich auch, ich könnte die Auslagerungsdatei ruhig abschalten. Kurze Zeit später hatte ich schon das erste Spiel entdeckt, welches dadurch einen reproduzierbaren Fehler aufwies: Rollercoaster Tycoon 3! Es stürzte immer an der selben Stelle mit der Fehlermeldung die Anwendung in "blablabla" verweist auf Speicher "blablabla". Der Vorgang "write" konnte nicht auf dem Speicher durchgeführt werden ab. Nachdem ich den virtuellen Speicher wieder aktiviert hatte, ging wieder alles. Weitere Experimente in die Richtung hatte ich nicht unternommen. M.W. wird aber für gewöhnlich empfohlen, die Auslagerungsdatei möglichst von Windows selbst verwalten zu lassen. Wenn ich im Netz von irgendwelchen Tuning-Tipps diesbezüglich lese, dann ist das immer von irgendwelchen Quatschseiten. Rolleyes
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#18
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Es ist weder ratsam, den virtuellen Speicher (sprich: die Auslagerungsdatei) zu deaktivieren, noch Windows ihre Verwaltung zu überlassen, weil das System dann in erster Linie damit beschäftigt ist statt seine normale (Rechen-)Arbeit zu tun. Ich habe seit 25 Jahren die besten Erfahrungen mit einer festen Auslagerungsdatei von je nach Windows-Version 500 bis 1.000 MB (!) gemacht, die außerdem - wenn mehrere Festplatten vorhanden sind - NICHT auf derselben wie C: liegen sollte. Und diese Einstellung hat bislang mit wirklich allen Programmen und Spielen reibungslos funktioniert. Auch sind größere Dateien meiner Meinung nach reiner Overkill.
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#19
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(26.02.2022, 08:46)jukiwuki schrieb: Es ist weder ratsam, den virtuellen Speicher (sprich: die Auslagerungsdatei) zu deaktivieren, noch Windows ihre Verwaltung zu überlassen, weil das System dann in erster Linie damit beschäftigt ist statt seine normale (Rechen-)Arbeit zu tun. Ich habe seit 25 Jahren die besten Erfahrungen mit einer festen Auslagerungsdatei von je nach Windows-Version 500 bis 1.000 MB (!) gemacht, die außerdem - wenn mehrere Festplatten vorhanden sind - NICHT auf derselben wie C: liegen sollte.

Ich glaube nicht, daß das Berechnen der Auslagerungsdatei für Windows einen großen Aufwand darstellt. Den virtuellen Arbeitsspeicher nicht auf dem Laufwerk mit dem Betriebssystem herumfuhrwerken zu lassen klingt zwar logisch; ich behaupte aber, daß das Eintreten eines Szenarios, bei dem das System davon merklich profitiert, so gut wie ausgeschlossen ist. Mit den heutigen Standardgrößen an installiertem RAM (16 oder 32 GByte sind momentan üblich) sollte man eigentlich nicht in so eine Speicherbredouille kommen. Anders sieht es beim VRAM aus: Meine acht GByte werden ziemlich schnell gesprengt, wenn ich bei Spielen wie beispielsweise den 3-D-Remakes von Resident Evil 2 & 3 mal eine Grafikoption zu hoch einstelle. Rolleyes
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#20
1
In jedem halbwegs modernen PC mit genug Ram (8-16 GB) steckt heute eine SSD für die Windows Partition. Deshalb sollte man die Auslagerungsdatei auch genau dort haben. Das beeinträchtigt auch nicht die allgemeine Lebensdauer sonderlich. Einfach vom System verwalten lassen und gut ist. Mach ich seit über 3 Jahren so. Betrifft eigentlich nur sehr speicherhungrige Spiele oder spezielle Anwendungen, wo man so mal in Speicherknappheit laufen könnte.
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1. Gadler = für sein wasserdichtes "Wie suche ich richtig" Tutorial.
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